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Ansprechpartner

Ansprechpartner und Führungen für Gruppen und Einzelpersonen:

Karl‐Heinz Wessel
Tel.: 0 55 61 / 87 14
kh.wessel@saline-salzderhelden.de

Klaus Sommerlatte
Tel.: 0 55 61 / 87 47
k.sommerlatte@saline-salzderhelden.de

Anschrift:
Kultur‐Förderkreis Salzderhelden e.V.
Alte Marktstraße 8a
37574 Einbeck‐Salzderhelden

Industriedenkmal Saline Salzderhelden

Bereits im 12. Jahrhundert wurde im alten Ortskern von Salzderhelden aus einem Brunnen etwa 4 bis 6‐prozentige Sole geschöpft und in 15 Salzkoten zu Salz gesiedet
Aufgrund häufiger Produktionsausfälle durch Hochwasser der Leine wurde durch die neu gegründete Salzgewerkschaft im Jahr 1757 die Saline auf dem jetzigen vor Hochwasser geschützten Standort erbaut.
Die seit 1586 existierende Wasserkunst zwischen Mühlengraben und Brunnenhaus (265 m lang) wurde bis zum neuen Standort verlängert und pumpte weitere 100 Jahre die Sole zur neuen Saline.
Auf dem mehrere Hektar großen Flurstück entstanden nach und nach 2 Bohrtürme, 7 Siedehäuser mit 9 Salzpfannen (ca. 500 m2 Siedefläche), 3 Solebehälter, Lagerhäuser, ein Maschinenhaus sowie Wohnungen für die Bediensteten.

Ein seit 1693 bestehendes Gradierwerk wurde bis zum neuen Standort auf 460 m verlängert. Nach der erfolgreichen 1. Tiefbohrung im Jahr 1859 konnte aus 380 Meter Tiefe 26‐prozentige Sole gefördert werden. ‐ Das Gradierwerk wurde somit entbehrlich. Es wurde abgebaut und aus dem Holz wurden die Solebehälter errichtet.

Die alte Saline von 1957 in Salzderhelden

Die Salzproduktion wurde 1963 eingestellt. Bis 1994 wurde noch Sole für die Wannenbäder des 1852 eröffneten Solbades gefördert.
Heute ist von den Gebäuden nur der Bohrturm II, der Solebehälter, das Badehaus sowie das Bedienstetenwohnhaus erhalten, alle anderen Anlagen wurden abgerissen.

Das Industriedenkmal in Salzderhelden

Das Industriedenkmal in Salzderhelden

Nach einer baulichen Sanierung des Bohrturms 2009/2010 durch die Stadt Einbeck setzte sich der Kultur‐Förderkreis Salzderhelden für den weiteren Erhalt des Industriedenkmals ein und schloss mit der Stadt Einbeck einen Nutzungsvertrag ab.
Die alte Technik von 1884 wurde mit viel Eigenleistung und erheblichen Fördermitteln aufwändig restauriert und funktionsfähig gemacht. Zu Schauzwecken wird mit dieser Technik wieder Sole gefördert und mit dem Nachbau eines alten Siedeofens zu Salz gesiedet.