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Wissenswertes

Wie der Bohrturm steht auch der Komplex Solebehälter unter Denkmalschutz.

Sünden früherer Erhaltungsmaßnahmen durften sich nicht wiederholen (Ziegelbehang der Giebel). Die noch sichtbare Fachwerkfassade wurde von einer Fachfirma saniert, die hervorstehenden Balkenköpfe mit handgefertigten Zinkblech-Abdeckungen von einem Dachdeckermeister vor weiterer Verwitterung geschützt.

Der Solebehälter

Hinter der scheunenartigen Fachwerkfassade verbirgt sich ein in der Mitte unterteilter hölzerner Solebehälter (in den alten Akten als Reservoirhaus bezeichnet) mit einer Gesamtlänge von 26,5 m.
Bei einer Breite von 7,20 m und einer Füllhöhe von 2,30 m hat der Solebehälter ein Fassungsvermögen von 440 Kubikmeter Sole.

Das Gebäude des Solebehälters

Ruhend auf einem 6‐streifigen Sandsteinfundament wurde der Behälter etwa 1862 aus dem Holz des Gradierwerks errichtet, welches nach der erfolgreichen Tiefbohrung und Förderung von nahezu gesättigter Sole (ca. 26%) seit 1859 überflüssig geworden war. An den Balken mit ihren Zapfen und Nuten ist erkennbar, dass sie bereits gebraucht verbaut wurden und somit mittlerweile ein Alter von über 300 Jahren erreicht haben.

Über der Behälterkonstruktion befindet sich im Giebel des Gebäudes die Arbeitsebene der ehemaligen Salinenarbeiter. Sie regelten von dort aus die Versorgung der Siedehäuser, denen die Sole vom Behälter aus durch unterirdisch verlegte hölzerne Rohrleitungen zugeleitet wurde.

Das Gebäude des Solebehälters von innen

Das Gebäude des Solebehälters von innen

Das Gebäude des Solebehälters von innen

Seit 2011 besteht die Möglichkeit, eine Hälfte des Behälters auch im Innenbereich zu besichtigen. Dem Betrachter bietet sich hier ein nahezu einmaliger und auch einzigartiger Eindruck von der Holzbauweise vergangener Jahrhunderte.